„Wir bestimmen mit!“ – Demokratie an der Ludgerusschule

„Die Arbeit in der Schule zielt im Sinne eines erziehenden Unterrichts darauf ab, die Kinder zu unterstützen, die Welt zunehmend eigenständig zu erschließen, tragfähige Wertvorstellungen im Sinne der demokratischen Grundordnung zu gewinnen und dadurch Urteils- und Handlungsfähigkeit zu entwickeln.“ (MINISTERIUM FÜR SCHULE UND WEITERBILDUNG DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN: Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf 2008, S.14).

Demokratisches Lernen, Partizipation, aktive und echte Mitbestimmung der Schüler, das setzen wir, so wie es in den Richtlinien beschrieben ist, an der Ludgerusschule um.

Schon viele Jahre gibt es in allen Klassen einen Klassenrat, der wöchentlich stattfindet. Dort werden Themen besprochen, die die Klasse oder auch die Schule betreffen und es werden gemeinsam Entscheidungen für die Klasse getroffen. Dieser Klassenrat ist für die Identifikation mit der Klasse und für den Zusammenhalt in der Klasse von entscheidender Bedeutung.

Ab dem Schuljahr 2019/2020 wird die Schüler-Mitbestimmung an der Ludgerusschule intensiviert:

Der Klassenrat findet weiterhin wöchentlich in allen Klassen statt. Es gibt ein Klassenratsbuch, in dem der Protokollant ein Protokoll der Sitzung mitschreibt. Der Präsident leitet und moderiert (in den unteren Klassen mithilfe des Lehrers) den Klassenrat, der Zeitwächter achtet auf die Einhaltung der Redezeiten. Im Klassenrat werden weiterhin Themen besprochen, die die Klasse betreffen. Auch Themen, die die Schule betreffen, werden festgehalten. Die Klassensprecher der Klasse nehmen diese mit in das Kinderparlament der Ludgerusschule. Der Klassenlehrer begleitet den Klassenrat, er hat aber bei Abstimmungen kein Stimmrecht.

Das Kinderparlament trifft sich 14 tägig und besteht aus den Klassensprechern aller Klassen und den beiden Kindervertretern der OGS. Zwei von allen Kindern gewählte Lehrer (im Schuljahr 2019/2020 Frau Bögge und Herr Rickert) beraten des Kinderparlament (ohne Stimmrecht). Das Parlament ist paritätisch besetzt, das heißt es sind gleich viele Mädchen und Jungen vertreten. Das Parlament bearbeitet die Themen aus den Klassen, diskutiert und trifft Entscheidungen. Es kann sich Gäste (wie die Schulleitung, die OGS Leistung, den Hausmeister etc.) einladen. Das Kinderparlament wählt aus seinen Reihen zwei Schülersprecher (einen Jungen und ein Mädchen).

Das Kinderparlament konstituiert sich auf einem Kick-Off-Day zu Beginn des Schuljahres. Hier setzt es auch seine inhaltlichen Schwerpunkte für das Jahr.

Wenn wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen, kann die Schulleitung das Kinderparlament zu Rate ziehen. Eine weitere Aufgabe des Kinderparlaments ist es, die Schulversammlung vorzubereiten und durchzuführen.

Das Kinderparlament im Schuljahr 2019/2020: Wafaa und Alban (OGS-Kindersprecher), Elmira und Elmedin (2a), Suzana und Imar (3a), Mira und Serhan (3b), Lana (4a; Shiar fehlt auf dem Foto), Onome und Majd (4b) mit ihren Beratern Frau Bögge und Herrn Rickert. Die Klassensprecher der ersten Klassen stoßen im Laufe des Schuljahres dazu.

Die Schulversammlung findet mehrmals im Schuljahr statt. Es ist eine Vollversammlung, alle Schüler und Lehrer nehmen daran teil. Das Kinderparlament führt die Schulversammlung durch. Jede Klasse darf einen Bericht vortragen. Entscheidungen des Kinderparlaments werden in der Versammlung vorgestellt.

So gestalten unsere Schüler aktiv das Schulleben mit, jeder Schüler hat durch die Teilnahme am Klassenrat und an der Schulversammlung die Chance, Ideen einzubringen und Entscheidungen nachzuvollziehen und mitzutragen.